Konfirmationsunterricht 2017

von Pfarrerin Manuela Noack

Ziel des dreijährigen Churer Konfmodell ist es, den Jugendlichen viele Begegnungen mit verschiedenen Menschen und ihren Lebensplänen zu ermöglichen.

Dies geschieht in den ersten beiden Jahren vor allem durch das sehr breit gefächerte Angebot an Praktikas und Wahlkursen. Zur Auswahl steht etwa die Mithilfe der KonfirmandInnen bei einem Gemeindeanlass wie dem «Club 60+», dem Mittagessen für Senioren, beim KiK-Nachmittag, bei der Familienkirche, bei verschiedenen Gottesdiensten. Sie bringen das Friedenslicht zu älteren Menschen nach Hause, helfen bei Apéros und Kirchenkaffees. Sie engagieren sich beim «tschent», beim Suppentag, selbst im Sekretariat der Kirchgemeinde, und sie haben die Weidenkirche gepflanzt vor dem Gemeindehaus Comander und die Krippe vor dem ersten Advent in der Comanderkirche aufgebaut…

Bei den Wahlkursen wird der Horizont geweitet und auch über den Tellerrand der Kirchgemeinde geschaut. Hier gibt es viele Unterstützer aus den unterschiedlichen Organisationen, die sich sehr kompetent einsetzen und mit denen es eine grosse Freude ist zusammenzuarbeiten.

Zur Auswahl stehen

  • Besuche bei der Überlebenshilfe Graubünden, im Kantonsspital, im Gefängnis, der Sternwarte, bei Adebar, dem Frauenhaus, der ARGO.
  • Es gibt einen Theater- und einen Jonglierkurs, danach präsentieren die KonfirmandInnen ihr «Gelerntes» in einem Gottesdienst.
  • Aikido, Chillen für Jugendliche und Bogenschiessen werden als unterschiedliche Möglichkeiten der Meditation angeboten.
  • «Eine Welt» mit Besuchen von «Public Eye» zum Thema «Wo kommt mein Handy her?», «Wo kommt unsere Schoggi her?» und dem Kurs rund um die Problematik «Flucht und Asyl».
  • Weiter gibt es Jugendgottesdienstprojekte, eine Wanderung unterm dem Thema «Eine feste Burg ist unser Gott» und die Mithilfe bei der Fahrt ins Blaue.
  • Last but not least: Letztes Jahr haben viele KonfirmandInnen dazu beigetragen, dass wir als Kirchgemeinde zwei grosse Feste feiern konnten mit ihrer Unterstützung: das «Comanderfest» und das «Reformationsfest».

Je ein solches Praktikum und diverse Wahlkurse absolvieren die KonfirmandInnen in den ersten beiden Jahren. Sie sind dabei völlig frei in ihrer Auswahl, was von den KonfirmandInnen und deren Eltern sehr geschätzt wird. Es kommt vielen entgegen, da die Jugendlichen zum Teil eine erhebliche Anzahl an weiteren Terminen mit Schule, Musik, Sport, etc. verbinden müssen.

Neben mir als Koordinatorin, und der zuständigen Kirchenvorstandsverantwortlichen Paola Cotti, sind noch viele  weitere Personen involviert, die Jugendlichen während der dreijährigen Oberstufenzeit zu begleiten. Zunächst wären die PfarrkollegInnen zu erwähnen, die ebenfalls eine Konfklasse leiten. Dazu kommen viele weitere Hauptamtliche und Ehrenamtliche, die vor allem in den Praktika und Wahlkursen wertvolle Arbeit leisten, um den Jugendlichen «Kirche und Kirchgemeinde» sichtbar und erlebbar zu machen. Wir alle wollen ihnen Orientierung geben im Glauben, für ihre Fragen und ihre Suche nach ihrem Weg ins Leben eines Erwachsenen.