Zeit für Solidarität

Ohnmacht überwinden und aktiv werden

Die schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden. Was wir uns vor wenigen Wochen noch kaum vorstellen konnten, ist nun traurige Realität. In der Ukraine herrscht Krieg. Die Menschen haben ihre Sicherheit und ihr Zuhause verloren. Sie suchen Schutz in Bunkern, Tunnels und öffentlichen Gebäuden. Millionen sind auf der Flucht und wissen nicht, wie es weitergeht.

Auch wenn wir alle geschockt sind und uns hilflos fühlen, wollen wir bereit stehen. Wir wollen der ukrainischen Bevölkerung beistehen und helfen, wo wir können. Die Solidarität von uns allen ist nun gefragt!

Gemeinsam für die Ukraine

Die Reformierte Kirche Chur will ein Zeichen setzen und sich aktiv für die Bevölkerung in der Ukraine und die geflüchteten Menschen einsetzen.

Spende zugunsten Ukrainehilfe Graubünden

Der Verein Ukrainehilfe Graubünden wurde am 1. März gegründet und unterstützt die vom Krieg betroffenen Menschen in der Ukraine unter anderem mit der Sammlungen von Hilfsgütern und Spenden, der Organisation von Hilfstransporten, der Koordination von verschiedenen Hilfsbemühungen im Kanton und der Vertretung von Anliegen und Vermittlung von Hilfe für ukrainische Staatsbürger in Graubünden.

Die Reformierte Kirche Chur unterstützt die Ukrainehilfe Graubünden mit einer Spende über CHF 10’000. Dies entspricht einem Franken pro Kirchgemeindemitglied.

 

Wohnmöglichkeiten

Die Reformierte Kirche Chur verfügt über eigene Immobilien. Im Moment sind wir dabei, bei all unseren Immobilien zu prüfen, ob bzw. wie diese als Wohnmöglichkeit für die geflüchteten Personen aus der Ukraine bereitgestellt werden können.

Falls Sie eine Wohnung haben, die Sie gerne Flüchtlingen zur Verfügung stellen möchten, oder als Gastfamilie geflüchtete Personen aufnehmen möchten, melden Sie sich am besten bei der Schweizerischen Flüchtlingshilfe. Sie koordiniert die private Unterbringung von Flüchtlingen in der ganzen Schweiz.

 

Osterkollekte zugunsten HEKS

Wir möchten keine Parallelstrukturen aufbauen, sondern in erster Linie erfahrene und bewährte Institutionen unterstützen. Deshalb geht die diesjährige Kollekte der Ostergottesdienste an HEKS – das Hilfswerk der Evangelischen Kirche Schweiz.

HEKS unterhält langjährige Beziehungen zu den reformierten Kirchen in der Ukraine und unterstützt sie auch in dieser schwierigen Situation darin, sich um ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigung zu kümmern. Oft sind sie nämlich zurückgeblieben und haben keine Möglichkeit, das Land zu verlassen. Ausserdem kümmert sich die Kirche darum, Geflüchtete aus den umkämpften Gebieten unterzubringen und diese mit dem Nötigsten zu versorgen.

 

Prüfung weiterer Kooperationsmöglichkeiten

Um die ukrainischen Bevölkerung zu unterstützen, braucht es schnelle und unkomplizierte Hilfe. Aber nicht nur heute und morgen, sondern auch in den kommenden Monaten. Wir stehen deshalb in Kontakt mit der Ukrainehilfe und prüfen, welche weiteren Kooperationsmöglichkeiten es gibt.

 

Offenes Ohr und Seelsorge

Die Geschehnisse in der Ukraine, aber auch die Pandemie der letzten Jahre und persönliche Schicksalsschläge beschäftigen uns. Sie werfen Fragen und Unsicherheiten auf. Manchmal tut es einfach gut, diese Gedanken in Worte zu fassen und mit jemandem zu teilen.

Jeden Donnerstag zwischen 17 Uhr und 18 Uhr bieten wir im Chorraum der Martinskirche Gelegenheit zum Gespräch. Pfarrer Robert Naefgen freut sich über (spontanen) Besuch.

Selbstverständlich haben unsere Pfarrpersonen auch darüber hinaus ein offenes Ohr. Sie erreichen unsere Seelsorge unter der Telefonnummer 081 252 39 40.

 

In Gedanken bei den Menschen

Sei es in den Gottesdiensten, bei Andachten oder dem persönlichen Gebet – wir sind in Gedanken bei den vom Krieg getroffenen Menschen. Bei den Menschen, die im Kriegsgebiet ausharren. Bei den Menschen, die ihr Zuhause auf der Flucht verlassen mussten. Bei den Menschen, die Familie, Freunde und Bekannte in der Ukraine zurücklassen mussten.

 

Gemeinsam Stärke zeigen

So schwer die Entwicklungen in der Ukraine auch zu fassen sind, so real ist das Leid der Bevölkerung. Und die Auswirkungen des Kriegs werden die Ukraine und uns alle auch nach dem Kriegsende lange beschäftigen.

Umso wichtiger ist es, dass wir gemeinsam Solidarität zeigen – nicht nur heute, sondern auch morgen und in den kommenden Monaten und Jahren.